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Beantragung von LOGINEO NRW für Schulen

Von der Erstinformation zum produktiven Einsatz - die Beantragung von LOGINEO NRW (Bestellprozess)

Schulen können LOGINEO NRW ab dem Schuljahr 2017/2018 über den zuständigen Schulträger beantragen.
Wichtige Hinweise für die schulischen Abläufe zur Einführung von LOGINEO NRW sind in einer Checkliste zusammengestellt.


Alle im Folgenden aufgeführten Materialien sowie zusätzliche Informationen und Vorlagen, sind in einem Servicepaket auf dieser Seite bereitgestellt. Die Checkliste im Servicepaket beinhaltet Links zu den jeweiligen Materialien, sodass diese einfach gefunden und aufgerufen werden können.

Die genannten Schritte zur Beauftragung sind alle erforderlich, müssen jedoch nicht zwingend in der aufgeführten Reihenfolge bearbeitet werden.


1. Information und Beratung

Es gibt verschiedene Wege, sich ein erstes Bild von LOGINEO NRW zu machen. Neben vielfältigen Informationen auf der Webseite geben unterschiedliche Produkte einen Überblick über Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von LOGINEON NRW.

Im Folgenden sind verschiedene Informationsmaterialien aufgelistet, die Funktionen und Mehrwert von LOGINEO NRW auf unterschiedliche Weise darstellen.

Unterstützung bei der Information und Beratung bieten die Medienberaterinnen und Medienberater der zuständigen Kompetenzteams. Sie begleiten bei Bedarf auch die weitere Einführung der Software an den Schulen. In Fragen des Datenschutzes sollte darüber hinaus in Betracht gezogen werden, die oder den für die Schule zuständigen Behördlichen Datenschutzbeauftragten zu einer Informationsveranstaltung oder Planung einer späteren Fortbildung einzuladen.

Bereits bei der Information sollten alle Lehrkräfte bzw. allen späteren Nutzerinnen und Nutzer einbezogen werden. Transparenz und Beteiligung an den Prozessen im Rahmen der Einführung von LOGINEO NRW sind von großer Bedeutung.

2. Ziele, Konzepte, Ausstattung

Hat sich eine Schule entschieden, LOGINEO NRW im Schulalltag einzusetzen, ist ein individuell gesetztes Einsatzziel von Bedeutung: Wie und wofür soll LOGINEO NRW genutzt werden und welchen Mehrwert verspricht sich die Schule von dem Einsatz?

Ziele und Konzepte

Unterstützendes Material und somit wichtige Informations- und Arbeitsgrundlagen bieten zahlreiche Weblinks, Dokumente oder auch der Erklärfilm. Neben der Anpassung des Medienkonzeptes sollte dem bereits angesprochenen Nutzungskonzept ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auf seiner Basis kann über mögliche Fortbildungsangebote und ggf. eine Anpassung der IT-Ausstattung entschieden werden.

Ein großer Schwerpunkt von LOGINEO NRW liegt auf dem Datenschutz und der Datensicherheit. Die Einführung des Systems sollte somit Bestandteil eines Konzeptes zum sicheren Umgang mit personenbezogenen und weiteren schützenswerten Daten einer Schule sein. Land und Medienberatung NRW bieten auch zu diesem Themengebiet ein großes Unterstützungsangebot an.

Gemeinsam mit LOGINEO NRW als verlässlicher Basis-IT-Infrastruktur ergibt sich die Gelegenheit, auf der Grundlage einer pädagogisch-didaktischen Konzeption nachhaltige Medienarbeit über die Nutzung digitaler Schulbücher mitzudenken. Sowohl das mBook NRW als auch das BioBook NRW können als vollwertige Lehrmittel im Unterricht eingesetzt werden.

Ausstattung

Mit der Überarbeitung des Medienkonzeptes werden die Voraussetzungen geschaffen, die schulische Ausstattung entsprechend zu planen. Dem Schulträger kann dieses Konzept als Orientierung für seine Medienentwicklungsplanung dienen. Der Medienentwicklungsplan ist ein Instrument, mit dem Schulen in Abstimmung mit dem Schulträger den Einsatz von Medien in Schulen planen und die dafür erforderlichen Voraussetzungen beschreiben können. Er verbindet das pädagogische mit dem technischen (Ausstattung, Vernetzung, Wartung) sowie dem organisatorischen Konzept (Fortbildung und Finanzierung).

Die Kommunikation mit dem Schulträger vor der Einführung ist somit ein zentraler Aspekt, da die Voraussetzung für die Nutzung von LOGINEO NRW eine entsprechende IT-Ausstattung der Schule ist. Die IT-Ausstattung der Schule muss die Nutzung von LOGINEO NRW ermöglichen. Es darf nicht vorausgesetzt werden, dass Beschäftigte eigene Endgeräte dienstlich nutzen. (vgl. Dienstvereinbarung für die Einführung von LOGINEO NRW an Schulen, S. 4)

Im Rahmen der Kommunikation mit dem Schulträger kann auch über die Administration gesprochen werden. Der Einsatz von LOGINEO NRW an mehreren oder allen Schulen einer Kommune ermöglicht – auch über das System selbst – eine gute Basis für Netzwerkarbeit oder gemeinsame Fortbildungen im administrativen Bereich.

Einen Überblick über anfallende Kosten bei der Nutzung von LOGINEO NRW durch Schülerinnen und Schüler, die Aufstockung des Speichers oder die Nutzung einer individuellen schulischen E-Mail-Adresse gibt die Kostenübersicht der am Projekt beteiligten kommunalen IT-Dienstleister.

3. Beschlussfassung und Beantragung

Um LOGINEO NRW für Lehrkräfte und das in der Schule tätige Personal einsetzen zu können, ist ein Beschluss der Lehrerkonferenz nötig. Sollen auch Schülerinnen und Schüler Zugang zu LOGINEO NRW bekommen, muss zusätzlich ein Beschluss der Schulkonferenz vorliegen.

Regeln, Rechte und Pflichten

In beiden Fällen ist es wichtig transparent und mit ausreichend Vorlauf in die Planungen zu gehen. Im Folgenden (s. u.) aufgeführte Materialien sind unbedingt vor der Beschlussfassung zu thematisieren oder in diese zu integrieren, wie beispielsweise die „Rahmenmediennutzungsordnung“ (Anlage 4, DV). Auf Grundlage dieser Regelungen kann an den Anspruch des Landes NRW, eine datenschutzkonforme und geschützte Arbeitsplattform für Schulen anzubieten, angeknüpft werden. Nicht nur die einheitlichen dienstlichen E-Mail-Adressen, sondern auch der für die Schule dann zur Verfügung stehende Cloudspeicher erfordert das Aufstellen und die Einhaltung von Regeln, Rechten und Pflichten für die digitale schulische und dienstliche Kommunikation. Für die Ablage sensibler personenbezogener Daten gibt es den Daten-SAFE. Eine Empfehlung mit Hinweisen und Anregungen für die Ablage von Dokumenten kann bei der Entscheidung helfen, welche Daten wo verarbeitet und abgelegt werden.

Verfahrensverzeichnis

Für jede Software, die personenbezogene Daten verarbeitet, muss ein Verfahrensverzeichnis vorliegen, das den Behördlichen Datenschutzbeauftragten zur Vorabkontrolle vorgelegt werden muss. Für LOGINEO NRW ist dieses Dokument bereits vorbereitet und muss nur noch angepasst werden.

Da beim Einsatz von LOGINEO NRW personenbezogene Daten die Schule verlassen und an das kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) übertragen werden, ist eine „Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung“ zwischen Schulleiterin / Schulleiter und KRZN zu schließen.

Beantragung

Sobald die Rückmeldung der/des Behördlichen Datenschutzbeauftragten und die nötigen Beschlüsse vorliegen, können die Formulare für die Bereitstellung von LOGINEO NRW ausgefüllt werden. Gemeinsam mit der „Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung“ werden diese an den zuständigen Schulträger weitergeleitet. Dieser wird die Unterlagen dann seinerseits an das Auftragsmanagement von LOGINEO NRW übermitteln.

4. Bereitstellung und Start

Wenn dem Auftragsmanagement alle notwendigen Anträge und Unterlagen vorliegen, werden die Zugangsdaten automatisch an die Schulleiterin bzw. den Schulleiter gesendet, die/der dann den initialen Login vornimmt und den Admin mit Zugangsdaten versorgt.

Bevor die Nutzerinnen und Nutzer über den Export aus dem Schulverwaltungsprogramm in LOGINEO NRW angelegt werden, ist zu prüfen, ob alle Daten auf dem aktuellen Stand sind.

Weitere, ggf. bereits geleistete Vorarbeiten, können den aktiven Einsatz des Systems im Schulalltag beschleunigen. Überlegungen zur Struktur innerhalb des Cloud-Dateimanagers und das Anlegen von Benutzergruppen bzw. die Vergabe von (Zugriffs-) Rechten gehören beispielsweise dazu. Bei Fragen zu diesen Themengebieten sind Medienberaterinnen und Medienberater gute Ansprechpartner und unterstützen gerne die individuellen Ansätze einer Schule.
Alternativ bietet das in LOGINEO NRW integrierte Netzwerk weitere Hilfen und sicherlich auch bald einen regen Austausch über das Forum.

Durch den Import der Daten aus dem Schulverwaltungsprogramm wird zunächst eine Benutzerkennung angelegt, die das Format einer E-Mail-Adresse hat.

Erst durch das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen und die Kenntnisnahme der Datenschutzbestimmungen wird aus dieser Kennung ein aktives Benutzerkonto.

Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen

LOGINEO NRW ist ein Angebot des Landes. Somit sind Einsatz und Nutzung der Software freiwillig und darüber hinaus nur in schulischem Kontext erlaubt. Die Nutzungsbedingungen enthalten Erläuterungen zu Punkten wie Rechtsvorschriften, Passwortschutz, Spamfilter und Virenschutz sowie die Beteiligung am Netzwerk.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Externe, gibt es eigene Nutzungsbedingungen und einen Vordruck für die Information von Eltern und Erziehungsberechtigten.

Durch die Einwilligung zur Nutzung von LOGINEO NRW wird versichert, die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen zu haben und sie zu beachten.

Einsatz privater Endgeräte

Sollte im Kollegium der Wunsch bestehen, zur Verarbeitung von dienstlichen Daten auf private Endgeräte zurückzugreifen, ist eine Genehmigung der Schulleiterin bzw. des Schulleiters erforderlich. Um sicherzugehen, dass Lehrkräfte rechtssicher mit Daten von Schülerinnen und Schülern auf privaten Endgeräten arbeiten können, ist eine Verpflichtungserklärung durch die Lehrkraft erforderlich. Diese Genehmigung ist dem zuständigen Behördlichen Datenschutzbeauftragten zur Vorabkontrolle vorzulegen.

Für Schulleiterinnen und Schulleiter sowie interessierte Lehrkräfte wird darüber hinaus eine Handreichung zur Verfügung gestellt, die eine genauere thematische Einordnung der Genehmigung vornimmt.


Das Mitbestimmungsverfahren zur Einführung, Nutzung und Weiterentwicklung von LOGINEO NRW in Realschulen in NRW ist noch nicht abgeschlossen. Realschulen können zurzeit LOGINEO NRW noch nicht beantragen.


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 22.September 2017

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